Begrenzungszäune für den Garten – spießig oder Trend?

Sind Begrenzungszäune noch zeitgemäß?

Gartenzwerg verpönnt wie GartenzaunViele Jahre war der Gartenzaun so verpönt wie der Gartenzwerg. Wer dennoch nicht darauf verzichten, aber trotzdem nicht zu spießig erscheinen wollte, wählte statt eines Jäger- oder Lattenzauns möglichst nur eine dichte Hecke. Der offene Garten mit einer Randsteineinfassung für den Rasen war die modernere Alternative. Das hat sich geändert und der Trend geht wieder hin zum Gartenzaun bzw. zur Gartenbegrenzung.

Vielfältige Möglichkeiten der Gartenbegrenzung

Begrenzungszäune liegen wieder im Trend. Allerdings ist der Begriff „Zaun“ etwas zu eng gefasst, denn es gibt heutzutage viele Möglichkeiten, seinen Garten zu begrenzen. Der Begrenzungszaun dient heute oftmals mehr dem gestalterischen Gesamtbild des Gartens als der tatsächlichen Begrenzung. Begrenzungszäune sollen nicht mehr nur schützen, sondern den Stil des Gartens unterstreichen.

Holz oder Kunststoff

Der klassische Jägerzaun ist nicht mehr der Spitzenreiter unter den Begrenzungszäunen. Der Trend geht heute mehr zu Zäunen im skandinavischen Stil , manchmal auch in auffälligen Farben.

Der Lattenzaun mit senkrecht stehenden schmalen Latten, ob gleich lang oder als Bogen aufgestellt, ist eine beliebte Alternative. Auch waagrecht verschraubte Bretter erfreuen sich heute zunehmender Beliebtheit und können die Gestaltung eines Gartens gezielt unterstreichen.

Wenn Sie einen Holzzaun wählen, müssen Sie sich jedoch darüber im Klaren sein, dass dieser Pflege benötigt. Er muss in regelmäßigen Abständen gestrichen und ggf. überarbeitet werden, um ansehnlich zu bleiben. Ganz besonders weiß gestrichene Zäune sehen durch die Witterungseinflüsse schnell unansehnlich aus. Und ein nicht oder nur mangelhaft gestrichener oder lackierter Holzzaun wird morsch und verfällt.

Ein Holzzaun ist eine schöne Begrenzung für den Garten, aber leider auch sehr pflegeintensiv. Wenn Sie sich diese aufwendige Pflege ersparen möchten und dennoch eine Gartenbegrenzung im Stil eines Holzzaunes bevorzugen, ist der Kunststoffzaun eine schöne Alternative.

Ein Begrenzungszaun aus Kunststoff ist nahezu unverwüstlich. Er ist absolut witterungsbeständig und bei entsprechender Qualität nicht auf den ersten Blick als Kunststoff zu erkennen.

Bei der Farbauswahl eines Kunststoffzaunes sollten Sie vorher genau überlegen, denn in der Regel lässt sich Farbe später nicht mehr ändern.

Metallzäune

Der Metallzaun ist die pflegeleichte Alternative zum Begrenzungszaun aus Holz. Metallzäune sind oft beschichtet und Wind und Wetter können ihnen nichts anhaben. Aber das ist nicht der einzige Vorteil. Zum Beispiel Doppelstabgitterzäune können sehr schön als Rankhilfe verwendet werden und für Ihren Garten damit noch zu einem besonderen Highlight werden. Durch ihre Schlichtheit verleihen sie auch ohne Berankung eine gewisse Eleganz. Sie sind außerdem extrem stabil und bieten so Schutz vor unerwünschten Eindringlingen.

Der Doppelstabgitterzaun ist nur einer von vielen Metallzäunen, die heute angeboten werden. Die geschwungene Edelstahl-Alternative sorgt für ein luxuriöses Erscheinungsbild. Der schlichte einfache Stabgitterzaun bietet die gleichen Möglichkeiten wie der Doppelstabgitterzaun, ist aber nicht so stabil und und daher als Schutzzaun nicht so gut geeignet.

Wenn Sie einen pflegeleichten, formschönen Zaun haben möchten, der die Schönheit Ihres Gartens noch unterstreicht, ist ein Metallzaun, ob schlicht oder pompös, eine bedenkenswerte Alternative.

Auch der gewöhnliche Maschendrahtzaun soll nicht gänzlich unerwähnt bleiben. Er eignet sich als kostengünstige Alternative dann sehr gut, wenn Sie Zier- oder Obststräucher als Begrenzung für Ihren Garten vorgesehen haben. Er zieht nicht die Blicke auf sich und lenkt nicht von den Sträuchern ab. Dennoch bietet er Schutz, zum Beispiel gegen fremde Hunde, die sich sonst durch die Sträucher zwängen und auf Ihr Grundstück verirren könnten.

Im Gegensatz zu Holz-, Kunststoff- oder Steinbegrenzungen für Ihren Garten ist der Metallzaun als Sichtschutz nicht sehr gut geeignet.

Begrenzungen aus Stein

Natursteinmauern sind eine schöne und rustikale Möglichkeit, seinen Garten zu begrenzen und obendrein vor neugierigen Blicken geschützt zu sein. Den gestalterischen Möglichkeiten sind hier kaum Grenzen gesetzt. Die Mauer kann aus großen Natursteinblöcken oder auch kleineren Bruchsteinen gemauert werden. Bei entsprechender Höhe ist sie ein optimaler Sichtschutz. Aber auch eine niedrige Mauer hat einen rustikalen Charme und kann den Stil Ihres Gartens perfekt unterstreichen.

Alternativ zu einer herkömmlich gemauerten Gartenbegrenzung liegen stabile und mit Steinen gefüllte Drahtkäfige im Trend. Der Vorteil dieser Drahtkäfige ist, dass hier nicht mit Mörtel oder sonstigen Füllstoffen gearbeitet wird. Verbindungsmaterialien, die zum Mauern verwendet werden, können im Lauf der Jahre spröde und porös werden und eine Überarbeitung erfordern. Auch kann sich das eine oder andere Unkraut in den Fugen absetzen und dort überleben.

Die Steine in den Drahtkäfigen oder -körben sind sauber und werden lose eingefüllt. Für Unkraut ist damit kein Nährboden gelegt. Dies ist eine gute Alternative für Natursteinfreunde, die sich lieber der Pflege des Gartens als der Pflege der Mauer widmen möchten.

Auch künstliche Steine werden für vorgefertigte Mauerteile und mit Steinen gefüllte Körbe verwendet. Diese benötigen keine Pflege und sind von Natursteinen kaum zu unterscheiden.

Großer Aufwand muss nicht sein

Glücklicherweise ist es heute nicht mehr erforderlich, einen Begrenzungszaun vollständig selbst zu bauen oder hohe Summen für Arbeitszeiten auszugeben, wenn Sie den Zaun anfertigen lassen. Die meisten Zäune gibt es im Fachhandel bereits vorgefertigt in Teilstücken von 0,50 bis 2,50 Metern Breite und selbstverständlich in verschiedenen Höhen. Die vorgefertigten Einzelteile sparen viel Zeit und Sie können sich schnell an Ihrem neuen Begrenzungszaun erfreuen.


Quellen

http://www.Husmann-Gartenbau.de
http://www.deavita.com
http://www.gartencenter.de